Fragen für Trainer und Instruktoren

Hier finden sich Fragen und Antworten, die für Trainer und Instruktoren in den Bereichen Klettern, Hochseilgarten und Outdoor-Veranstaltungen von Relevanz sind.

Die rechtlichen, versicherungs- und steuerrechtlichen Antworten dienen nur der allgemeinen Information. Sie stellen keine Rechts-, Steuer oder Versicherungsberatungen dar und im Falle sollte unbedingt ein Fachanwalt und Steuerberater zu Rate gezogen werden.

Für Ausbildungen und Fortbildungen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Brauche ich als Trainer ein amtliches erweitertes Führungszeugnis ?

Amtliche erweiterte Führungszeugnisse sind inzwischen in Deutschland für ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte in der Kinder- und Jugendarbeit Standard.

Dies galt für die im Öffentlichen Dienst Beschäftigten schon immer, für Träger der Freien Jugendhilfe seit langem und recht neu inzwischen generell bei allen Sportvereinen im Deutschen Olympischen Sportbund.

Dieses erweiterte Führungszeugniss wird dabei auch von Trainern und Mitarbeitern verlangt, die nur potentiell Kinder- und Jugendliche in ihrer Obhut haben.

Der Bundesjugendring, also dem Zusammenschluss aller Jugendverbände in Deutschland, war allerdings ein Gegner dieser amtlichen Führungszeugnisse. Diese dokumentierten nur die Fälle, bei denen jemand bereits straffällig auffällig und verurteilt worden sei. Bis zu dem Zeitpunkt der Anforderung des amtlichen erweiterten Führungszeugnisses. Zudem sei die Fluktuation in der Jugendarbeit so hoch, dass ständig neue Führungszeugnisse abgerufen werden müßten und die Breitschaft des ehrenamtlichen Engagements der z. T. Minderjährigen in der Jugendarbeit erheblich abnehmen würde. Führungszeugnisse hätten keine verhindernde Wirkung.

Dieser Begründung hatten sich sehr viele Jugendverbände angeschlossen. Auch der Deutsche Olympische Sportbund vertrat lange diese Meinung und standt damit im Widerspruch zu den z.T. behördlichen Ambitionen, das amtliche Führungszeugniss zu einer Grundlage für die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich zu machen.

Die Ausstellung des amtliche erweiterten Führungszeugnissrs kostet Geld. Die Gebühren werden für ehrenamtliche Tätige in Sportvereinen, sofern sie das Führungszeugniss über ihren Verein anfordern, nicht erhoben

Auch wenn das erweiterte Führungszeugnis keine Eintragungen enthält: Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollte sehr darauf geachtet werden, wie innerhalb eines Vereins oder eines Trägers mit den Dokumenten umgegangen wird und wer überhaupt Einblick nehmen darf.

 

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Was muss eine korrekte Rechnung in Deutschland beinhalten ?

Eine korrekte Rechnung, die von den deutschen Finanzbehörden anerkannt wird muss folgendes beinhalten:

  • Absender mit Anschrift (Lieferant)
  • Adressat mit Anschrift (Kunde, Auftraggeber, Rechnungsempfänger)
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsnummer (fortlaufend, damit Rechnung eindeutig und in Abfolge identifizierbar)
  • Steuernummer des Lieferanten (die dem Lieferanten vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer - ist nicht die Lohnsteuernummer!)
  • Auflistung der Leistungen in Art, Ort und Leistungsdatum
  • Beträge der Leistungen, Summe der Beträge
  • im Fall einer Unsatzsteuerbefreiung ein Hinweis darauf oder
  • im Fall einer Umsatzsteuerpflicht den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag
  • im Fall unterschiedlicher Steuersätze: das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung
  • Zahlungsziel nicht notwendig, aber sinnvoll
  • Unterschrift nett aber nicht zwingend (sofern nicht z.B. spezielle Abrechnungs- und Leistungsbögen von Auftraggebern dies zwingend verlangen)

Seit dem 01. November 2011 kann eine Rechnung auch einfach elektronisch übermittelt werden, z.B. als PDF oder per Email. Eine spezielle Validierung von elektronischen Signaturen ist nun endlich durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 01.11.2011 nicht mehr notwendig. Ebenso entfällt damit die zwingende Übersendung per Post oder per Fax. Diese neue Regelung gilt rückwirkend zum 01.07.2011. Die vereinfachte elektronische Übermittlung ist vorbehaltlich der Zustimmung des Rechnungsempfängers.

Der mail mit der Rechnung sollte ein eigenes Betreff gegeben werden, damit eine Zuordnung für den Rechnungsempfänger möglich wird. Manche Firmen haben eigene pdf-Rechnungsempfangsstellen, bei denen sich der Lieferant erst registrieren muss, damit eine pdf-Rechnung anerkannt wird.

 

Diese Informationen stellen keine Rechts- oder steuerliche Beratung dar. Für gesicherte Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder Ihre Finanzbehörde.

 

Welche Versicherungen brauche ich als freiberuflicher Trainer ?


Zwingend ist für die Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Bei Trainern wird diese auch Trainerhaftpflicht genannt, da für die Tätigkeit viele Fälle nicht mit versichert sein müssen, die bei üblicherweise umfangreichen Betriebshaftpflichten von Gewerbeunternehmen Bestandteil sein müsen.

Der Umfang der Versicherung sollte sich an den realen Tätigkeiten und den eventuell auftretenden Schäden bemessen. Verschiedene Anbieter haben ähnliche Trainerhaftpflichten im Angebot, aber ein Vergleich lohnt.

Einige auftraggebende Betreiber von Kletteranlagen, Hochseilgärten oder Verantalter von Kletter-, Outdoor- Erlebnispädagogikveranstaltungen oder Kursen, Fort- und Ausbildungen haben Betriebshaft- pflichtversicherungen abgeschlossen, in denen Tätigkeiten ihrer beauftragten Subunternehmer ebenfalls versichert sind.

Unbedingt sollte bei Beauftragung nachgefragt werden, ob und in welchem Umfang überhaupt eine Mitversicherung von freiberuflichen Subuntermern besteht.

Zusätzlich gibt es sehr unterschiedliche Versicherrungsverträge, die entweder die gleichzeitig arbeitende Mitarbeiterzahl oder die Teilnehmerzahlen begrenzen oder die Tätigkeit gar nicht Teil der Versicherung sind, und einen Versicherungsschutz damit negieren.

Zu dem Unfall- und Berufsunfähigkeitsschutz siehe den Artikel zur Berufsgenossenschaft.

Eine Krankenkasse ist obligatorisch.

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Wo und wie muss ich mich als freiberuflicher Trainer in Deutschland anmelden ?


Trainer, Instruktoren und Dozenten in Deutschland, die freiberuflich arbeiten wollen, müssen sich steuerlich anmelden. Dies geschieht bei dem zuständigen Finanzamt am Wohnort. Nach der Anmeldung gibt es eine vorläufige, später eine feste Steuernummer, über die sämtliche Einkommenssteuer- und Firmensteuerbelange geführt werden.

Eine Trainer-, Instruktoren- oder Dozententätigkeit ist kein Gewerbe. D.h. dass keine Gewerbeanmeldung bei dem zuständigen Witschaftsamt erfolgen muss. Dieses richtet sich allerdings nach der hauptsächlichen Tätigkeit. Wenn diese nicht die Trainer-, sondern z.B. eine Tätigkeit im Sinne eines Gewerbes darstellt, muss zusätzlich eine Gewerbeanmeldung erfolgen.

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Welche Berufsgenossenschaft ist für mich als freiberuflicher Trainer die Richtige ?

Trainer, Instruktoren und freiberufliche Lehrkräfte in Deutschland werden normalerweise in die Verwaltungsberufsgenossenschaft eingeordnet. Bei dieser meldet man sich selbst oder sie kommt nach einer steuerlichen Anmeldung auf einen zu. Die Möglichkeit einer Mitgliedschaft muss nicht angenommen werden, sinnvoll ist die Anmeldung bei der entsprechenden Berufsgenssenschaft aber allemal, da über diese berufsbedingte Unfälle, die entsprechende Versorgung auch im Falle einer Invalidität und Berufsunfähigkeit abgesichert sind.

Abhängig von der Zuordnung ist aber letztendlich die Haupttätigkeit, wenn diese nicht in der Trainertätigkeit liegt, kann auch eine Einordnung in eine andere Berufsgenossenschaften erfolgen.

Ehrenamtliche Trainer. z.B. in Sportvereinen in Berlin, sind automatisch über ihren Verband in der Verwaltungs- Berufsgenossenschaft. Diese Form der Mitgliedschaft gilt aber dann auch nur für Tätigkeiten, die im Rahmen der Ehrenamtlichkeit durchgeführt werden. Bei einer gewerblich durchgeführten Tätigkeit gilt die bestehende Absicherung nicht und es muss eine eigene Mitgliedschaft beantragt werden.

Angestellte sind automatisch über den Träger oder Arbeitgeber in einer Berufsgenossenschaft versichert. Der Träger und/oder Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen und meldet seine Mitarbeiter entsprechend.

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